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Archive Warnings:
Categories:
Fandom:
Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2023-06-28
Updated:
2024-05-11
Words:
4,933
Chapters:
6/?
Hits:
31

One-Shot Sammlung

Summary:

Geschichten, die einfach mal im Laufe der Zeit entstanden sind. Ich reposte sie aus Wattpad.

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Meine Rechtschreibung sowie Grammatik sind nicht die aller besten.

Alle Charaktere sind erfunden und sollen keine echten Persönlichkeit darstellen.
Sollten sich irgendwelche Ereignisse oder Personen mit echten überschneiden, so ist das bloß Zufall!

Es gibt keinen festen Uploadplan, was heißt, dass das nächste Kapitel in fünf Woche, jetzt sofort oder auch erst in sieben Jahren kommen kann.

Viel Spaß :)

Chapter 1: Extrempole, wie ist die Luft dort oben?

Chapter Text

Du bemerkst es wahrscheinlich nicht, aber jedes mal, wenn du im Flur an mir vorbeigehst oder einfach, in beispielsweise Mathematik, vorne in der ersten Reihe, direkt am Pult auf der rechten Seite, sitzt, wandert mein Blick ab und zu zu dir. Im englischen nennt man das doch „a glimpse", oder so?
Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht ein Mitglied deiner riesigen Fangemeinde, der fast jeder aus der Schule angehört ich bin einfach ein normaler unterdurchschnittlicher Schüler, der, da bin ich mir ziemlich sicher, das komplette Gegenteil von dir ist.

Du stehst morgens wahrscheinlich extra früh auf, weil du zum einen mit dem Bus fährst und zum anderen ist es gesünder, wenn man ein bisschen wach ist, bevor die Schule anfängt.

Ich versuche so lange wie möglich zu schlafen und drücke mindestens einmal auf die „Schlummern"- Taste.

Nachdem du dich gestreckt hast, vielleicht noch ein paar Dehnübungen und Guten-Morgen-Nachrichten von deinen Freunden, wäscht du dein Gesicht, überlegst vor deinem Kleiderschrank, gefüllt mit perfekten Kleidungsstücken, was du heute anziehst. Aber eigentlich musst du dir keine Sorgen machen, du siehst in allem gut aus, und trotzdem fällt deine Wahl auf etwas wunderbares. Deine, hundertprozentig wunderschöne, Mutter lächelt dich in der Küche stehend warm an und begrüßt dich, während sie ein ausgewogenes Frühstück vorbereitet. Sie fragt dich dann, ob du gut geschlafen hast. Du isst genüsslich dein leckeres Essen und verschwindest wieder mit einem Dankeschön an deine Mutter, die dich warm anlächelt und so etwas sagt, wie:„Freut mich, dass es dir gefällt, Schatz." Im Badezimmer putzt du dir gewissenhaft die Zähne, richtest vielleicht noch einmal deine eigentlich schon wunderbar stehende Frisur noch besser und begibst dich Richtung Haustür, da genau jetzt die Zeit ist.

Aufgestanden reibe ich mir noch einmal träge über die Augen, ehe diese müde über meinen verdreckten Boden gleiten, auf der Suche nach irgendwas tragbarem, das noch nicht total versifft ist. Meist finde ich dann auch irgendwas und wenn nicht, schleiche ich in das Schlafzimmer meiner Eltern oder in das meines älteren Bruders und bete, dass dort etwas ist. Im Notfall muss ich halt blau machen. Angezogen laufe ich kurz in das Schlafzimmer meiner Eltern und sehe nach dem rechten. Danach klatsche ich mir in unserem, viel zu kleinen verdreckten, Badezimmer eiskaltes Wasser ins Gesicht und putze meine Zähne kurz mit meiner schon abgenutzten Zahnbürste. Mit meinen Finger fahre ich ein paar mal über meine fettigen schwarzen Haare, da der Kamm wieder verschollen ist. Leise tapse ich zurück in mein Zimmer schnappe mir meinen schwarzen Rucksack, stopfe vielleicht zuvor halbherzig ein paar Schulsachen noch rein, die quer im ganzen Raum liegen und gehe runter zur Haustür.

Unten wartet deine liebliche Mutter lächelnd mit deinem Rucksack, welcher entsprechend seines Preises eine Top Qualität hat auf dich. Sie wünscht dir einen schönen Schultag. Sagt vielleicht, dass du dich benehmen sollst und auf dich aufpassen sollst. Mit ihrer zarten Hand fährt sie über dein Haar und richtet es auch noch einmal, ehe sie die Haustür aufmacht, während du in deine nigelnagelneuen Schuhe schlüpfst und dich winkend von ihr verabschiedest. Mit deinem berühmten Lächeln verlässt du das mehrstöckige, in einer schönen Farbe angestrichene Haus mit einem gepflegten Vorgarten und begibst dich zu deiner Haltestelle, dabei atmest du genüßlich die frische Morgenluft ein.

Ich mache leise die Tür auf um alle schlafenden nicht zu wecken, schlüpfe in meine Schuhe, die unangenehm drücken oder schon Risse aufweisen und entwirre meine Kopfhörer. Genauso lautlos schließe ich die Haustür und laufe los, während mich der beißende Geruch immer noch verfolgt. Aber keine Sorge. Ich bin ihn schon zu genüge gewohnt.

Angekommen begrüßt du ein paar deiner Freunde mit einem Handschlag oder so und unterhaltest dich über die neusten Dinge, wie Musik, Spiele oder was weiß ich bis der Bus kommt. Drinnen bleibt es genauso außer, dass vielleicht noch ein paar andere dazu stoßen. Einer deiner Freunde, bittet dich, ob er bei dir Hausaufgaben abschreiben könnte, während der andere dich anfleht, dass du ihm doch bitte das letzte Thema in irgendeinem Fach nochmal erklärst. Die Leute um dich herum sind geblendet von dir und deiner Ausstrahlung, nicht umsonst hast du diese ganzen Spitznamen von deinen Freunden bekommen.
An der Schule angekommen geht der Spaß weiter nur, macht jetzt mehr als die halbe Schule mit, denn niemand könnte dich übersehen und, wenn doch dann wissen sie es spätestens, wenn irgendjemand wieder einmal deinen Namen, oder deinen Spitznamen quer durch den ganzen Schulhof schreit. Die erste Klingel, die zehn Minuten vor Schulbeginn ertönt, trennt dich von deiner Meute, da du noch zum Spind musst. Auf dem Weg geht die ganze Sache, aber weiter. Mit deiner Clique, ihr habt euch einen Namen gegeben, oder? Jedenfalls, mit ihr läufst du über den Flur zu deinem Spind, während alle in euerm Umfeld zur Seite weichen. Lehrer begrüßt du freundlich und sie sind verzaubert von dir, sodass sie auch lächelnd zurück grüßen. Mit einer fließenden Bewegung öffnest du den Spind, nachdem du einem Mädchen geholfen hast ihren zu öffnen, da sie der Meinung war, dass er nicht aufginge. An der Wand kleben ein paar Fotos, er ist geräumig und riecht auf keinen Fall stickig. Mit einer genauso geschmeidigen Bewegung legst du die restlichen Materialien in die Tasche und schließt deinen Spind wieder, während du über die Geschichte eines Freundes lacht. Ein kleines Stück lauft ihr alle noch zusammen, während sich die drei jüngsten in die eine Richtung verziehen und der älteste in eine andere Richtung, sodass du mit einem Kumpel zurückbleibst mit dem du ins Klassenzimmer gehst. Lässig lässt du dich in deine Stuhl fallen, während du alle lächelnd begrüßt und mit quer mit der ganzen Klasse kommunizierst, da der Monopol, wie immer, bei dir liegt.

Mit schnellen und zügigen Schritten laufe ich meinen Weg zur Schule, während die Musik laut auf beiden Seiten meiner Ohren mich voll dröhnt, da ich sie fast bis zum Maximum hochgedreht habe. So geht das weiter bis ich kurz vor Schulbeginn als einer der letzten über den Schulhof laufe. Da ich keine Spind besitze laufe ich geradeswegs zum Klassenzimmer, wobei mich ein, zwei Lehrer mit einem mahnenden Blick auf die Uhr anschauen. Angekommen lasse ich mich erleichtert, dass ich noch pünktlich bin auf meinen fallen, aber niemand bemerkt mich, da zum einen jeder zu dir schaut und ich im Gegensatz zu dir gar keine nennenswerte Ausstrahlung besitze.

Natürlich könnte ich jetzt weiterschreiben, aber das lasse ich jetzt dann doch. Du verstehst doch worauf ich hinaus will? Ich meine du bist ein sehr schlauer Bursche, also vertraue ich mal darauf. Ich bin jetzt kein Stalker, aber ich kenne dein Verhalten sehr gut, sodass ich weiß, dass du wirklich das bist was du vorgibst zu sein. Bestimmt hast du eine dunkele Seite, die ich gerne sehen wollen würde, da ich langsam bezweifle, ob du ein Mensch bist, jedoch sollte die nicht so extrem sein. Im großen und ganzen kann ich sagen, du lebst das perfekte Leben. Und entsprechend diesen Richtlinien kann man sagen, dass ich ein sehr schlechtes, ich würde schon fast wagen zu sagen das unvollkommenste, Leben führe.

Kleiner Tipp. Ich bin der komische Junge hinten am Fenster, mit den schwarzen Haaren und der eher dunklen Kleidung, neben dem niemand sitzt. Ich bin genau der, der jedes mal von den Lehrer, wegen seiner Noten angeschnauzt wird und genau der, welcher die letzten Tage, wenn der Lehrer wie jeden morgen beim durchgehen der Anwesenheit sein Name rief, nicht antwortete.

Und jetzt hätte ich mal eine Frage lieber Schulliebling. Wie ist die Luft bei dir da oben denn so? Ist sie wirklich so perfekt, wie sie aussieht? Denn langsam habe ich das Gefühl hier unten qualvoll zu ersticken.