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Sommerferien

Summary:

Endlich sind die sommerferien wieder da, was für Esme heißt: Um die welt Segeln!

Jedoch erleidet die Pflegemutter ihrer besten freundin einen Herzinfarkt, und es kommen mehrere neue mitglieder mit aufs schiff, was einige neue abenteuer mit sich bringt.

Notes:

This is a very self-indulgent work, I hope other people will also like it :'3 Nothing special happens in this chapter.
Disclaimer: all teenage characters are between 14-15 instead of their canon ages. Because i headcanon them that way.

Ich weiß die summary war leicht cringe aber bitte seit nett zu mir...

(See the end of the work for more notes.)

Chapter 1: Sommerferien

Chapter Text

Mit einem leuchtendem Lächeln auf dem Gesicht ging Esme den Hafen entlang. So lang hatte sie wieder darauf gewartet das endlich Sommerferien sind. In Windeseile hatte sie sich an diesem morgen fertig gemacht und ihre restlichen Sachen gepackt. Sie wusste zwar das ihre beiden Bestbrüder nicht bis Vormittag hier sein würden, aber sie konnte nicht mehr stillstehen.

Naja, theoretisch waren Ben und Sammy ja nicht ihre biologischen Brüder, aber die letzten zwei Jahre waren sie ihr ans Herz gewachsen. Jetzt kamen sie jeden Sommer extra nach Hamburg damit sie die Sommerferien lang mit ihnen um die Welt Segeln konnte. Ihr Kind-ich war zwar komplett überdramatisch gewesen, aber mental gab sie sich selbst ein Klopf auf die Schulter. Ohne sie würde sie nicht jeden Sommer solche Abenteuer erledigen. Sammy hatte es Schicksal genannt, und vielleicht war da wirklich etwas dran.

 

Ihr Blick fiel runter zum Wasser. Esme wusste das sie eigentlich abstand halten musste, da Kaltwasser sie wochenlang krank machen würde, aber sie konnte nicht anders als die majestätischen Wellen zu bewundern. Etwas in ihrem Inneren zog sich leicht zusammen. Es sagte ihr dass sie eigentlich dahingehörte, und ihr Herz sehnte sich manchmal so sehr danach das es wehtat. Aber das war dumm. Irgendwann würde dieses Gefühl sie noch umbringen! Sie musste diese Gedanken endlich aus ihren Kopf kriegen. Die ganzen Sommerferien lang auf einem Schiff umgeben von Kaltwasser war schon gefährlich genug.

Also zog sie sich vom Rand zurück und holte ihr Handy aus der Tasche um sich abzulenken. Nichts neues von Ben, aber vielleicht hatte er auf hoher See einfach kein Empfang. Das letzte mal als die beiden telefoniert hatten, hatte Ben ihr erzählt das sie ein Zwischenstopp in London machten. Das war jetzt auch schon eine Weile her, also waren sie wahrscheinlich schon auf dem Weg nach Hamburg. Bei diesem Gedanken sah sie auf einmal eine Benachrichtigung auf ihrem Handy.

Ihre beste Freundin, Alea, hat ihr geschrieben! Esme wurde direkt ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Sie und Alea waren sich die letzten Monate näher gekommen, sie hatte sogar vor ein paar Wochen bei ihr Übernachten können! Esme wusste zwar nicht wirklich ob Alea sie auch als Beste Freundin ansah, aber sie hatten nur einander. Die meisten anderen Leute an der schule fanden sie komisch. Freaks mussten zusammenhalten, das hatte Ben ihr immer erzählt.

Ihr Lächeln verschwand vom Gesicht genauso schnell wie es gekommen war. Ihre Augen weiteten sich im schock und sie hielt sich eine Hand vor dem Mund.

„Oh Gott..“, murmelte sie sich in die Hand als sie die Nachricht von Alea lies. Marianne, Alea’s Pflegemutter, hatte einen Herzinfarkt gehabt und war jetzt im Krankenhaus.

>> Was? Geht es dir gut? << Tippte sie sofort und fühlte sich fast schlecht vor Sorge. Alea hatte neben ihr und Marianne… niemanden. >> Ich bin am Hafen in der nähe. <<, schrieb sie hinzu und hoffte dass Alea vielleicht herkommen würde. Esme wusste nicht ganz was sie machen sollte, aber sie wollte für ihre Freundin da sein.

Sie erhielt darauf ein kleines >> Danke. Ich komme bald. << und dann hieß es Warten. Esme ging den Hafen auf und ab, blieb immer wieder stehen, wurde mal schneller mal langsamer. Was sollte sie den machen? Wie könnte sie Alea helfen? Was machte man in so einer Situation? Ihr Gehirn arbeitete auf Hochtour und versuchte sich die besten Wörter zusammenzureimen. Einfach irgendwas was Alea vielleicht trösten würde! Nervös spielte sie an ihren braunen Haaren herum, die sie sich vor ein paar Tagen erst neu gefärbt hatte. Aber jetzt schon war das Blau wieder neu nachgewachsen. Es war ein konstanter Kampf mit ihren Haaren.

 

Die rasenden Gedanken wurden von einer bekannten Gestalt kurz auf Pause gesetzt. Esme blieb stehen und winkte ihr zu damit sie zu ihr fand.

„Alea! Meine Güte, geht es dir gut?“, Fragend sah Esme ihrer Freundin in die Augen, und nahm Alea’s Hände sanft in ihre.

„..J-ja, einigermaßen..“, Antwortete Alea stockend und musste anscheinend erstmal richtig nachdenken. „Marianne hat gesagt das sie mir später schreiben wird wie es ihr geht.“

Erleichtert seufzte Esme auf und nahm sie in den Arm. „Es wird gut werden, mach dir nicht zu große Sorgen. Marianne ist eine starke Frau, sie schafft das“.

Sie hoffte das ihre Umarmung und ihre Worte ihrer Freundin irgendwie Trost schenkten. Sie fühlte wie Alea langsam die Arme um sie Schlang und sich an sie schmiegte. Für ein paar Minuten verharrten sie in der Umarmung.

Esme fühlte wie ihre Wangen leicht warm wurden, und löste sich schnell wieder aus der Umarmung. „Ich-ähm.. wollen wir ein bisschen hier spazieren gehen? Wir können uns ein guten platz suchen.“ Schlug sie vor und hoffte innerlich das Alea ihre Nervosität nicht bemerkte.

Diese nickte und lächelte Esme leicht an, auch wenn ihr die sorge um Marianne immer noch ins Gesicht geschrieben stand. „Ja, gerne. Danke.“

 

Die beiden spazierten für ein paar Stunden einfach an dem Hafen entlang. In der nähe fanden sie eine Bank wo sie sich hinsetzten und miteinander sprachen. Alea guckte immer wieder auf ihr Handy, und jedes mal wurde die Wolke über ihren Kopf dunkler. Es tat Esme im Herzen weh sie so besorgt zu sehen.

„Du solltest was trinken. Und gegessen hast du sicher auch nichts, oder?“, Fragte Esme mit sanfter Stimme. Sie hatte die letzte halbe Stunde damit verbracht, Alea einfach leise in ihren Armen weinen zu lassen. Ihre Freundin griff nach ihrem Rucksack um darin nach ihrer Thermoskanne zu sehen, und da erklang ein Stöhnen von ihr.

„Och ne! Ich hab sie Zuhause vergessen!“, beklagte Alea und Esme biss sich auf die Lippe.

„auweia.“, gab Esme als Antwort und sah sich um. Aus ihrem Augenwinkel entdeckte sie was.

„Da drüben gibt es ein Café. Ich gib uns einen aus, du hast es heute echt verdient.“, Sagte Esme und versuchte so cool zu klingen wie sie nur konnte. Das war ihre Chance Alea aufzuheitern! Und als Alea plötzlich wieder dankend ihre Arme um Esme schlang, wurde ihr ganz warm ums Herz. Sie schmiegte sich instinktiv näher an Alea und atmete den vertrauten Geruch ein. Alea strahlte immer ein Gefühl von… Irgendwas vertrautem, aber auch von Freiheit aus. Es ließ Esme’s Herz schneller schlagen, und irgendwie wünschte sie sich das es für immer so bleiben könnte.

„Lass uns gehen.“

Alea drückte sie nochmal leicht bevor sie ihr Rucksack schnell wieder zu machte und ihn über ihre Schulter hievte. Esme stand direkt hinter ihr und versuchte ihr Herz wieder zu beruhigen. Sie konnte nicht Verstehen warum sie so oft solches herzpochen kriegt. Vielleicht sollte sie mal damit zum Arzt gehen, aber dann verwarf sie den Gedanken wieder. Ärzte machten ihr angst, deswegen war ihre Lieblings Frucht ja auch ein Apfel. Oder was auch immer ihr kleiner Bruder für ein Grund genannt hatte. Er hatte schon immer ein kleinen knacks, aber sie fand diese Begründung für ihre Lieblingsfrucht lustig.

 

Als sie das Café erreicht hatten, saßen sich die beiden gegenüber. Alea bestellte ein lauwarmen Tee.

„Und du?“, Die Kellnerin wandte sich zu Esme, der sofort vor Angst ein Kloß im Hals steckte. Ihre Wangen wurden warm und sie versuchte ihren Mund zu öffnen, aber es kam nichts heraus. Je länger sie einfach nur dasaß, desto peinlicher wurde es ihr. Sie sah vor Alea wahrscheinlich wie ein totaler Loser aus! Sie konnte noch nicht mal mit der Kellnerin reden…

„Einfach das gleiche wie ich.“, Sagte Alea und blickte beschwichtigend zu Esme. Sie waren schon seit der dritten Klasse befreundet, natürlich wusste Alea von Esme’s Sozialangst. Aber es war Esme immer wieder peinlich wenn ihre Freundin immer für sie reden musste. Beschämt entwich sie den Blick von Alea’s klargrünen Augen.

Die zwei Mädchen redeten weiter miteinander, und Esme merkte das Alea offensichtlich versuchte so gut wie möglich sie einfach wieder Normal zu behandeln. Sie atmete tief durch und konzentrierte sich wieder auf die Konversation, aber ihre Aufmerksamkeit schweifte langsam ab.

„Hast du das schiff gesehen das eben gerade als wir gegangen sind im Kai geankert hat? Das war irgendwie… Voll cool. Irgendwie hat es so eine Aura von Freiheit, weißt du?“

Esme hörte nur so halb zu und nickte ein paar mal als Alea weitersprach. Sie konnte nicht anders als Alea zu bewundern. Alea’s dunkle Haare die sie sich manchmal leicht nach vorne strich um ihre Ohren zu verstecken waren.. schön. Wahrscheinlich viel schöner als ihre eigenen. Esme hatte in letzter zeit nicht wirklich darauf geachtet sie zu kämmen, und sich die Spitzen schneiden lassen würde wohl auch nicht schaden. Aber nicht nur das, auch Alea’s Modestil war einfach… Anders. Ein gutes anders. Vor allen die Lederhandschuhe die sie immer trug. Esme hatte sogar angefangen selbst manchmal einige Arten von Handschuhen zu tragen um mit Alea ein Art „Partnerlook“ zu machen. Bei diesen Gedanken musste Esme leicht Grinsen.

Aber da wurde sie aus ihren Gedanken geholt, da die Kellnerin mit ihren zwei Tees wiedergekommen war. Es kam leichter Dampf von den Tees die den beiden Mädchen vor die Nase gestellt wurden. Naja, „Lauwarm“ war etwas anderes..

„Lauwarm konnten wir leider nicht. Ihr könnt sie ja einfach ein bisschen stehen lassen.“, Sagte die Kellnerin bevor sie sich zurück zum inneren des Cafés bewegte.

Esme bemerkte jetzt erst wie lange sie Alea wohl schon angestarrt haben musste, und ihr wurde wieder ganz warm im Gesicht.

„Ich.. muss mal kurz auf Toilette. Ich bin gleich wieder da.“

So schnell sie konnte ging sie in das Café. Sie wusste zwar nicht ob es da wirklich eine Toilette gab, aber sie musste einfach für ein paar Minuten wegtreten.

Was war denn heute in sie gefahren?! „Ich glaub ich muss wirklich mal zum Arzt..“, murmelte sie in sich hinein und seufzte. Sie suchte nach der am nahestehenden Toilette und fand zum Glück auch schnell eine. Vielleicht war ja die Hitze heute das Problem.

Ein tiefen Atem ein…ein tiefen Atem wieder aus… In einem gleichmäßigen Rhythmus atmete sie bis sie sich endgültig wieder beruhigt hatte. Eine Melodie drang von außen bis zur Toilette ein, aber sie hätte sich anstrengen müssen um richtig hinzuhören. Spielte das Café Musik ab oder kam das von draußen? Sie konnte es nicht ganz erkennen, und fokussierte sich wieder auf sich selbst.

Esme guckte sich noch ein letztes mal im Spiegel über bevor sie die Türklinke drückte und hinausging. Die Straßenband war anscheinend schon wieder weg. Sie war sich ziemlich sicher das es hier nicht erlaubt war Musik zu machen.

Schade eigentlich, es hatte sich ziemlich gut angehört. Mit langsamen schritten bewegte sie sich nach draußen und hielt Ausschau nach dem Tisch von ihr und Alea.

Als sie Alea erspähte ging sie sofort hin, stockte dann aber für ein Moment.

„Hä? Wo ist denn deine Mütze hin?“, das Mädchen runzelte die Stirn und sah ihre Freundin fragend an.

„Also… Ich… Hab sie an so ein Jungen abgegeben. Als sie Musik gemacht haben.“. Alea versuchte es irgendwie zu erklären, aber das brachte nur noch mehr Fragen auf.

„Du… Hast sie abgegeben? Einfach so? An irgendeinen jungen der Musik gemacht hat?“

Sie sah Alea an als ob sie ihr gerade gesagt hatte das Hunde gut im Rechnen waren. Die zuckte aber nur mit den Schultern und blickte entschuldigend zu ihr rüber. Ein seufzen entfuhr Esme und ließ sich auf ihren vorherigen Platz fallen. „Also das musst du mir nochmal genauer erklären.“

Als der Tee ausgetrunken war, sah Alea nochmal auf ihr Handy. Direkt verdüsterte sich ihr Gesicht. Keine neue Nachricht. Daraufhin stupste das andere Mädchen sie leicht von der Seite an und deutete an das sie gehen sollten. Bezahlt hatte Esme schon.

 

Sie gingen zusammen zur Kaimauer, wo sie sich hinsetzten und miteinander plauderten. Doch da erblickte Esme ein Schiff.

„Ach, das ist das wovon ich dir erzählt hatte!“, Sagte Alea und blickte zu dem Segelschiff hinüber.

Esme erkannte es. Natürlich erkannte sie es. Das blassgrüne Schiff was unbedingt neu gestrichen werden sollte, mit der langsam abblätternder Aufschrift: Crucis.

Ihr zuhause.

Der Ort, an den sie sich das ganze Jahr lang zurückgeträumt hatte.

Notes:

I wrote majority of this while recovering from sobbing. The next chapter will be more interesting i SWEAR 🙏