Chapter Text
Es war über ein Jahrzehnt her, dass Robert Fuß in die schwulen Treffpunkte der Stadt gesetzt hat. Zuletzt als junger Mann, bevor er Klara kennengelernt hat. Vor dem Krieg, vor den Nazis, als alle über den Versailler Vertrag murrten statt in Bunkern bei Fliegeralarm auszuharren. Damals, als Robert sich sicher genug fühlte, um sich diese Seite seiner Neigungen hinzugeben.
Seit der Rückkehr von der Jagd auf U-822 und seinem neuen Entzug hat er sich wieder öfter in den Kneipen gefunden, die natürlich nicht als solche firmierten, aber als geheime Treffpunkte für jene vom anderen Ufer galten. Er geht nicht oft, viel zu riskant, aber ab und zu, wenn die Einsamkeit und Stille seines Boots ihn nahezu erdrückt, wagt er den Ausflug. Nicht immer trifft er auch jemanden. Manchmal ist es auch einfach ein Getränk und gute Konversation. Manchmal geht er nur, um abends nicht allein mit seinen Gedanken zuhause rumzusitzen. Und manchmal geht er, um jemanden aufzureißen, eine Nacht zu vergessen und sich die Einsamkeit aus dem Leib vögeln zu lassen oder selbst zu vögeln.
Heute ist Letzteres der Fall. Die Kneipe, die Robert ansteuert, ist noch gut 10 Minuten zu Fuß entfernt, als er in eine dunkle Gasse abbiegt, eine Abkürzung, die zumal nicht patrouilliert wird.
Nur scheint er heute nicht der einzige zu sein, der keine Lust auf den bewachten Umweg über die Hauptstraße hat.
Der junge Mann, der auf Robert zu taumelt, kann kaum älter als fünfundzwanzig sein. Er trägt eine Offiziersuniform, vermutlich ein 2-WO oder Obersteuermann, höchstens 1-WO. Wahrscheinlich kein LI, jung wie er ist. Wobei sie heutzutage ja sogar Jungs, denen noch aktiv die Pickel sprießen, in die Zentrale pflanzen.
Der junge Mann ist eindeutig angetrunken, er murmelt leise vor sich hin und stolpert über seine eigenen Füße. Er fummelt mit etwas an seiner Brusttasche herum, das auf den ersten Blick wie ein Flachmann aussieht. Könnte auch ein Notizbuch sein, aber Roberts Mund ist direkt trocken und meldet seinem Gehirn den Wunsch nach Alkohol. Er verdrängt das Signal und versucht einen Bogen um den unvorhersehbar torkelnden Mann zu schlagen.
Natürlich hat er heute kein solches Glück, denn der Mann stolpert und fällt ihm quasi in die Arme.
"Passen Sie auf, Mann", sagt Robert schroff und hilft ihm, sich wieder aufzurichten.
Sein Mund wird wieder trocken, aber diesmal aus gänzlich anderen Gründen, als er in das Gesicht des jungen Mannes blickt.
Er ist verdammt hübsch. Seine Wangen sind rosig vom Alkohol und der Kälte, und gesprenkelt mit verblassenden Sommersprossen. Seine dunklen Locken fallen ihm wirr in die Stirn und er blickt Robert aus dunklen Rehaugen halb-erschrocken, halb-verschmitzt an. Er leckt sich über die Lippen, die selbst in der Kälte verräterisch weich aussehen.
"Tschuldigung", sagt der hübsche Rempler und räuspert sich. Robert blinzelt, herausgerissen aus seiner Glotzerei. "Entschuldigung. Ich hab' nicht gut gegessen bevor ich trinken war."
Robert brummt und reißt den Blick von dem unverschämt hübschen Gesicht los. Er weiß ja selbst, wohin er geht und was er dort sucht, aber dass er es so nötig hat, dass er den ersten hübschen Mann, der ihm über den Weg läuft, angeiert wie ein alter Perverser? "Dann wissen Sie's fürs nächste Mal besser. Guten Abend."
"Moment!"
Robert ist schon einen Schritt weiter als der Mann den Ärmel seines Mantels greift und mit erstaunlicher Kraft festhält. Er schließt die Augen. Großartig. Genau das, was er heute noch wollte. Eine Schlägerei mit einem Besoffenen.
Aber es folgt keine Drohung, keine erhobene Faust, als er sich umdreht.
"Ich bin Franz", sagt der junge Mann mit den großen Rehaugen stattdessen und lächelt. Es ist unschuldig und warm, das Lächeln eines Jungen, der noch nicht verloren hat.
Robert hat selbst einmal so gelächelt, vor langer, langer Zeit. Er könnte es nicht mal mehr vor dem Spiegel nachmachen.
"Und Sie sind?", fragt der Mann – Franz.
Robert seufzt. Fast genauso wenig wie eine Schlägerei möchte er jetzt Amme für einen betrunkenen Marinerekruten spielen. Eigentlich will er nur in die Kneipe, schöne Augen von einem Unbekannten gemacht bekommen und den Frust und die Müdigkeit für einen Abend mit einem unverbindlichen Fick vergessen. "Hören Sie–"
Er bringt seinen Satz nicht zu Ende, denn Franz rempelt erneut gegen ihn und drückt ihn in die dunkle Ecke einer Hauswand. Bevor Robert fluchen und ihn von sich stoßen kann, klammert Franz sich an sein Revers.
"Du bist... einer von uns, nicht?", flüstert Franz, der plötzlich viel zu nah an Robert steht, ihn an den klammen Backstein drückt. Es brennen schon lang keine Laternen mehr nachts in Kiel, aber der Mond spendet genug fahles Licht um zu erkennen, wie Franz den Kopf zur Seite legt und ihn durch seine verflucht dichten Wimpern von unten herab ansieht.
Robert schluckt als ihm warm wird und er sich plötzlich viel zu bewusst ist, dass Franz, dessen Nachnamen er nicht einmal kennt, von Brust bis Hüfte an ihn gedrückt steht, ein Knie zwischen Roberts eigenen.
Er wird hart. Noch kann sein Mantel es noch gut kaschieren, aber Robert spürt, wie sein Blut gen Süden rauscht und er kann es seinem Körper nicht einmal verübeln.
"Kriegsmarine?", fragt Robert gepresst, stellt sich dumm. Vielleicht gibt ihm das genug Zeit, um seinen Steifen wegzudenken.
Franz, trotzdessen, dass er beschwipst ist, hat die Situation besser im Griff als Robert. Selbst angetrunken registriert er, dass Robert ihn nicht wegstößt, obwohl sie enger beieinander stehen als Kameraden es jemals tun würden, selbst wenn sie sich kennen. Was sie beide ja nicht einmal tun.
"Hm", macht Franz und der nächste Wimpernschlag ist kokett, es gibt kein anderes Wort dafür. Robert schluckt und versucht, das Becken wegzudrehen. "Ein Seemann, der auch in die hintere See sticht, meine ich."
Das ist beim besten Willen kein Euphemismus, den Robert je gehört hat, aber die Bedeutung ist eindeutig. Insbesondere jetzt, wo Franz das Bein zwischen Roberts Schenkeln anwinkelt und nach oben drückt.
Robert zischt und packt Franz an der Taille als dessen Oberschenkel seinen Steifen findet und reibt.
"Was denkst du–", fängt er an.
"Gar nichts", sagt Franz mit glasigen Augen. "Eigentlich will ich gar nicht denken. Eigentlich will ich nur, dass du mich fickst, Herr Kommandant."
Robert reißt es den Boden unter den Füßen weg und er stöhnt, fast.
"Du kennst mich nicht. Ich könnte Gestapo sein", versucht er schwach während Franz' Bein langsame Kreise gegen seinen Schritt reibt. Seine Hüften zucken bereits verräterisch und er ist steinhart, verdammt.
Das hier war zwar das Ziel des Abends, aber Robert hat damit nicht auf dem Weg zu seinem Zielort in einer dunklen Gasse gerechnet. Er dachte an ein Getränk an der Bar, Blickkontakt, eine gehobene Augenbraue, ein wenig Geplänkel, ein stummes "willst du?" und dann die Begegnung an einen privaten Ort zu verlegen.
Wenn jetzt sein Schwanz noch die Nachricht bekommen hätte.
"Wenn du Gestapo bist, bist du ein begnadeter Schauspieler", sagt Franz leise mit einem kleinen Grinsen und Robert keucht auf, als Franz seine Hand an die Beule in Roberts Hose presst. "Also?"
Also? Robert sollte Franz wegdrücken, ihm die Leviten lesen, dass er mit einer Neigung wie ihrer beider vorsichtiger sein muss, und ihn dann hinter sich lassen.
Betonung auf 'sollte'.
'Scheiß' drauf', denkt Robert und schießt die Vorsicht in den Wind, greift Franz am Ellbogen und dreht sie beide kurzerhand um, sodass Franz mit dem Gesicht zur Wand steht und Robert hinter ihm, dicht an ihn gedrängt. Franz quietscht bei der Bewegung überrascht auf, aber stöhnt leise, als Robert ihn an den Hüften greift und ihn gegen seinen noch immer in Klamotten gefangenen Schwanz zieht.
"Oh", japst Franz, schnappt eine von Roberts Händen und zieht sie in seinen eigenen Schritt. Robert lässt den Kopf auf Franz' Nacken fallen und muss tief durchatmen, als er spürt, wie hart der andere bereits ist. "Ja, so. Ah–wie heißt du?"
"Ich bin ziemlich sicher ranghöher als du, siez' mich", sagt Robert und drückt ihm die Eier durch den Stoff der Hose. Franz' Knie geben dabei fast nach und er keucht, rollt die Hüften nach hinten, reibt seinen Hintern über Roberts Schritt. Robert wird schwindelig bei dem Gedanken, ihm die Hose runterzuzerren und diesen sündhaften, runden Arsch unbedeckt zu sehen, zu greifen, auf seinen Schwanz drauf zu ziehen.
"W-wie heißen Sie?", fragt Franz, wimmert fast, reibt sich abwechselnd nach vorn in Roberts Hand und nach hinten an seinen Schwanz.
Robert vergräbt die Nase im Nacken des anderen Mannes und atmet ein, Seife, Schweiß und Zigarettenrauch.
"Tut nichts zur Sache", sagt er rau und schiebt die Hand in Franz' Hose. Diesmal wimmert Franz und Robert zischt "leise!" als er Franz' Schwanz umfasst und langsam pumpt.
Franz ist nicht leise. Er keucht und wimmert und Robert schiebt ihm zwei Finger in den Mund und drückt auf seine Zunge, um ihn zum Schweigen zu bringen. Franz schweigt, ja, aber jetzt kann Robert selbst kaum die Klappe halten – Franz schließt den Mund und saugt an seinen Fingern so gut es geht, Robert spürt den Speichel aus seinen Mundwinkeln laufen und bei dem Gedanken, was der Mann mit seinem Schwanz anstellen könnte, zittert er vor Aufregung.
Sie sind geschützt nur durch das unbeleuchtete Kiel, die dunkle Gasse und Roberts offenen Mantel, der verbirgt, dass es keine Frau ist, die er da an die Wand presst.
"Na los, bitte", wispert Franz und lässt den Kopf in den Nacken fallen, sodass er Robert in die Augen sehen kann. Roberts verräterischer Schwanz zuckt bei dem Anblick. Wenn Franz vorher schon unordentlich aussah, dann ist er jetzt ruiniert. Sein Gesicht ist rot, die Augen glasig und sein Mund obszön spuckefeucht, die Lippen geschwollen.
Verdammt. Wären sie nicht in einer verfluchten Gasse sondern in einem richtigen Bett, Robert hätte ihn auf dem Rücken genommen und keine Sekunde aus den Augen gelassen, während er ihn fickte bis er heulte und kam.
"Bitte was?", fragt Robert und streicht ihm mit der speichelnassen Hand die wirren Locken aus der Stirn. Sie sind ganz weich, so anders als Roberts chronisch versalztes Haar. Franz zuckt zusammen, erschrocken, aber lehnt sich wenige Sekunden später in die Bewegung hinein, wenn auch zögerlich. Franz beißt sich auf die Unterlippe und Roberts Schwanz pocht bei dem Anblick.
"Bin vorbereitet", flüstert Franz und biegt den Rücken ins Hohlkreuz, unmissverständlich.
Robert wird fast schwarz vor Augen und jedwedes Blut, das noch in seinem Kopf war, rauscht AK zwischen seine Beine. "Oh."
Franz grinst, halb aufgeregt, halb peinlich berührt. "Präser?"
Egal, welche Bedingungen Franz in diesem Moment aufgestellt hätte, Robert hätte Ja gesagt, wenn es bedeutete, dass er diesen strammen Arsch ficken durfte.
"Ja. Hier", sagt er und fischt die Metalldose aus der Innentasche seines Mantels, hält sie Franz kurz hin.
"Gut", wispert er und dreht sich wieder zur Wand, öffnet seinen Gürtel mit einem leisen Klimpern und lässt die Hosen gerade genug herunter, dass sie unter der Kurve seiner Hinterbacken hängen.
Robert lässt Franz' Glied los und nimmt beide Gesäßhälften in je eine Hand, streichelt die weiche Haut, knetet den harten Muskel. Er ist so verdammt hart, sein Schwanz pocht wie ein zweites Herz. Er fährt mit den Fingern der linken Hand durch die Kimme, findet das angefeuchtete Loch und drückt. Sein Mittelfinger rutscht fast ohne Widerstand bis zum Gelenk hinein und Robert starrt unverhohlen hinunter.
Franz japst bei der Intrusion und kommt ihm mit dem Becken entgegen. "Ja, so. Ja, genauso–"
"Ruhe", zischt Robert und schiebt einen zweiten Finger hinein. Verdammt, er hat sich wirklich gut vorbereitet, vermutlich eine halbe Ewigkeit auf seinem Bett gekniet und sich bis zur Hypersensibilität gefingert, so einfach wie sein Zeigefinger mit hineingleitet. Franz wimmert und rutscht mit den Beinen etwas weiter auseinander, macht Platz für Robert hinter ihm während er seine Finger in ihm spreizt und dreht.
Franz ist heiß, heiß und eng, aber nachgiebig genug, dass Robert ohne großen Widerstand einen dritten Finger hinein pressen kann.
"Mehr", bettelt Franz. "Kommen Sie schon, ich kann das ab, ich will das."
Robert flucht leise, zieht die Finger zurück und befreit mit wenigen schnellen Griffen seinen schmerzhaft harten Schwanz aus der Hose. Die kalte Nachtluft lässt Robert kurz zusammenzucken, aber er weiß, dass er gleich in unbeschreiblicher Hitze stecken wird. Die Metalldose ist schnell geöffnet, der Präser aufgerollt und Robert spuckt in seine Hand, pumpt seinen eigenen Schwanz, einmal, zweimal provisorisch. Franz' Beine rutschen noch ein kleines Stück auseinander, so weit, wie es sein Hosenbund auf Halbmast ermöglicht. Roberts ohnehin wie wild pochendes Herz setzt einen Schlag aus, als Franz nach hinten greift und sich selbst spreizt.
Verdammt.
Robert atmet tief durch. Das hier muss schnell gehen, aber auch nicht so schnell. Er legt eine Hand wieder an Franz' Kinn und klemmt seine Zunge zwischen zwei Fingern ein als er langsam, langsam in ihn eindringt.
Franz stöhnt, tief und kehlig, kaum gedämpft durch Roberts Finger. Robert lässt die Stirn auf Franz' Schulter fallen während er Stück für Stück in ihn hinein sinkt, bis seine Eier an Franz' Arsch anliegen.
Roberts Gehirn scheint zu keinen anderen Gedanken mehr als "warm" und "eng" fähig zu sein. Franz biegt sich ihm entgegen, nimmt den letzten Zentimeter in sich auf und stöhnt dabei genüsslicher als eine Hure aus der Torstraße.
Verdammt, was ist Franz nur für ein Glücksgriff?
"Du k–Sie können", haucht Franz.
Also macht Robert. Zwei, drei experimentelle Stöße, damit Franz sich daran gewöhnen kann und als Franz den Rücken nur ermutigend weiter durchbiegt, mit Tempo.
Robert hat eine Hand an Franz' Hüfte, die andere wieder in Franz' Mund, seinen Schwanz in Franz' Arsch und jagt seinem Orgasmus mit erschreckender Geschwindigkeit hinterher. Franz versucht seinen Stößen entgegenzukommen, rollt das Becken und plötzlich stimmt der Winkel und Robert spürt, wie Franz enger wird als er seine Prostata trifft, hört, wie er zerstört um seine Finger herum wimmert und sich windet.
Es könnte jeden Moment jemand um die Ecke kommen und sie sehen. Roberts geöffneter Mantel verbirgt das Offensichtlichste und die Position schirmt Franz genug ab, dass Außenstehende auch denken könnte, Robert würde eine Frau da vögeln.
Es ist brandgefährlich. Robert würde so etwas nie tun, normalerweise, aber was hat er schon noch zu verlieren?
Franz zittert wie Espenlaub, also schlingt Robert seinen freien Arm um dessen Brust, zieht in an sich heran und vergräbt sich so tief in ihm, dass ihm fast Hören und Sehen vergeht. Franz japst laut auf und Robert dankt Gott, dass er ihn in dem Moment anschaut, als Franz kommt.
Seine Rehaugen rollen nach hinten und sein Mund fällt auf, er hört auf an Roberts Fingern zu saugen, und Robert bereut, dass er Franz nicht auf den Knien, seine Lippen nicht um seinen Schwanz, hatte. Franz hat eine Hand um seinen eigenen Schwanz gelegt und wichst sich durch seinen Orgasmus, weiße Striemen landen auf der Backsteinmauer vor ihnen.
Franz, noch halb im Delirium seines Orgasmus', schließt wieder die Lippen um Roberts Finger und lutscht und es braucht nur das und es ist um Robert geschehen. Er kommt mit einem letzten Rucken in Franz' Körper, das Gesicht in dessen schweißfeuchter Halsbeuge vergraben und erstickt sein Stöhnen in weicher Haut.
Für ein paar Minuten bleiben sie so stehen, Franz' Rücken an Roberts Brust, kein Raum für selbst ein Blatt zwischen ihnen, und kommen wieder zu Atem.
Franz summt zufrieden und das Geräusch reißt Robert aus seinem post-coitalen Glück.
Was zur Hölle hat er sich hier eigentlich gedacht? Einen Fremden – hübsch und willig, aber trotzdem fremd – auf offener Straße, geschützt nur durch die Dunkelheit zu ficken? Will er ins Arbeitslager gesteckt werden?!
Verdammt!
Robert zieht sich aus Franz heraus, so vorsichtig wie er kann, und entfernt den Präser, verstaut seinen erschlaffenden Schwanz wieder hinter Buxe, Hose und Reißverschluss. Franz zieht unzeremoniell die Hosen wieder hoch und wischt sich die Hand an der Mauer ab.
"Sagen Sie mir jetzt, wie Sie heißen?", fragt Franz und dreht sich um, lächelt warm. Er sieht zu unschuldig und glücklich aus für einen Kerl, der gerade nachts von einem Mann, dessen Namen er nicht einmal kennt, gegen eine Mauer in den Arsch gefickt wurde.
Robert schüttelt den Kopf. "Besser, wenn nicht."
Franz zuckt mit den Schultern. "Na gut."
Für einen Moment steht er unschlüssig da, sieht kurz verunsichert aus. Seine Hand zuckt zu seiner Brusttasche, als suche er nach etwas. Kippen, vielleicht. "Dann, ähm. Gute Nacht."
Robert brummt eine Antwort, stopft die Hände in die Manteltaschen und macht sich vom Acker, zurück nach Hause.
Der Abend ist nicht exakt so verlaufen, wie er gedacht hatte, aber sein Ziel hat er erreicht. Nur ein Glück, dass sie nicht erwischt wurden. Robert hätte man vielleicht verschont, Leitende Ingenieure, insbesondere so erfahren wie er, sind eine rapide schrumpfende Ressource. Aber Franz? Offizier oder Matrose, die Jungs sind für Dönitz und die Führung in Berlin austauschbar wie Socken.
Robert schlägt den Kragen hoch. Übermorgen steht die Testfahrt von U-949 und das Treffen der Besatzung an. Er selbst wird nicht rausfahren, immerhin, aber mit den blutjungen Besatzungen heutzutage sollte er auch für eine Testfahrt ausgeschlafen sein.
